Jan Kopp
Dass jemand zeitgenössische Kunstmusik komponiert und gleichzeitig Radierungen macht, erscheint auf den ersten Blick eine recht willkürliche Kombination. Auf den zweiten Blick jedoch ergeben sich zwischen beiden Tätigkeiten erstaunliche Parallelen. So ist beiden gemeinsam, dass sie mit unterschiedlichsten Formen von Druck arbeiten und dass sie physischen Druck in emotionalen Ausdruck verwandeln.
Die Quelle der Kunst ist immer eine hochdifferenzierte Ausübung von Druck auf verschiedenen Untergründen.
Die Musik im 20. Jahrhundert hat die Grenzbereiche des Über- und Unterdrucks in der Klangerzeugung und damit die Welt der Geräusche als musikalisches Material erschlossen. Die avantgardistische Radierung wiederum hat mit der Technik des Prägedrucks das gedruckte Bild ins Plastische erweitert.
Jan Kopp wird in seinem Vortrag anhand von historischen Beispielen ebenso wie an eigenen Arbeiten diese Zusammenhänge näher erläutern.
Sonntag, 27.7.2025, Finissage „Nicht von dieser Welt“
17:00 Uhr, Showroom Stacheder / Klavierwerkstatt Klöckner
Broner Platz 3, 88250 Weingarten
Eintritt frei
